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Gewerbe fasst Fuss

 

Dass das Gewerbe in dem abgelegenen Tale keine grosse Rolle spielen konnte, liegt auf der Hand. Das grösste Unternehmen war ja das Eisenwerk, das vielen Leuten im Tale Beschäftigung mit Brot bot; das zweitgrösste Werk ist das Sägewerk Feroli. Peter Feroli stammt aus der Provinz Udine, kam als Holknecht ins Tal herein und arbeitete sich durch Fleiss, Tüchtigkeit und Ausnützung der Konjunktur zum Industriellen empor, der das halbe Dienten in seinen Besitz brachte. Er liess die alte Ronachbachsäge abtragen, kaufte das Hammerwerk am Schwarzenbach und errichtete dort ein Sägewerk mit zwei Vollgattern. Er konnte in den Jahren 1873/74 den Bahnbau mit Schnittware beliefern und verdiente dabei, so dass er auch Laaberg, Eben, Untereinersbach, Krämer, Mitterwirt, Schwefelhäusl und Seiten erwerben konnte. Das Krämerhaus wurde zum Gashaus Hochkönig umgebaut und für den Fremdenverkehr eingerichtet. Feroli starb 1907 hochgeachtet.

Andere Gewerbe: Der Müllermeister Lorenz Dürlinger errichtete 1751 eine Lodenwalch. Um die durch Kahlschläge entstandenen Heidelbeerenkulturen auszunützen, wollen 1763 die meisten Bauern eine Branntweinbrennerei beginnen. Von Mühlen ist schon früh die Rede. Auf dem Gut Entach hat Philipp Reiter eine Maut- oder Dietmühle mit zwei Gängen, die seit 1500 besteht.

Dienten hatte kein Postamt, aber tägliche Postzustellung. Eine Telefonstelle wurde ca. 1928 errichtet. Der Fremdenverkehr hat sich besonders seit 1947 stark entwickelt. 1955 zählet man 16.000 Nächtigungen. Am Dorfende zum Bründl wurde 1955 ein 560m langer Skilift für die Skifahrer erbaut.

Schließung Feroli 2004